Meine optimale Fahrradgröße finden
Mountainbike - Rennrad - Crossrad - Trekkingrad - Fitnessbike - Cityrad.
| Tabelle nur ca. Werte | |||||
| RH = Rahmenhöhe / VL = Vorbaulänge | |||||
| Körpergröße | Schrittlänge | MTB | Strasse/Race | ||
| in cm | in cm | RH in cm | VL in mm | RH in cm | VL in mm |
| 155-160 | 68-72 | 37-40 | 85-90 | 45-48 | 80-90 |
| 161-167 | 73-76 | 40-42 | 90-95 | 48-50 | 90-95 |
| 168-175 | 77-80 | 42-45 | 95-105 | 50-53 | 95-100 |
| 176-182 | 81-86 | 45-49 | 105-115 | 53-57 | 100-105 |
| 183-190 | 87-93 | 49-52 | 115-125 | 57-61 | 105-115 |
| Der Faktor für die Umrechnung von cm in Zoll = Rahmengröße geteilt 2,54 | |||||

1.0 Schrittlänge messen.
Ohne Schuhe an die Wand stellen und Fersen nach hinten.
Einen DIN A4-Ordner zwischen den Beinen fest in den Schritt ziehen und an der Wand anliegen lassen.
Obere Kante markieren und Länge messen.
Rahmenhöhe für Straßenrahmen = Schrittlänge x 0,66 in cm
Rahmenhöhe für MTB = Schrittlänge x 0,66 in cm minus 8 - 10 cm.

2.0 Rahmenmaße.
Im anliegenden Bild sehen Sie alle wichtige Rahmenmaße.
Bei Rennradrahmen gibt es oft Unklarheit über
unterschiedliche Meßmethoden zu den Rahmenhöhen.
Deutsch = Mitte Tretlager bis Oberkante Sitzrohr
Italienisch = Mitte Tretlager bis Mitte Oberrohr
2.1 Rahmen für Damen.
Für Frauen gibt es beim MTB spezielle
Geometrien mit einem kürzeren Oberrohr.
2.2 Welche Rahmenhöhe gibt es ?
Einige Fahrrad-Hersteller bieten zum Teil bei den einzelnen Radtypen nur noch drei bis vier Rahmenhöhen an.
Dieses ist möglich, durch die Wahl eines optimalen Sitzrohrwinkel bzw. Steuerkopfwinkel.
Die Anpassung der Sitzposition geschieht durch eine verlängerte Sattelstütze und durch einen anderen Vorbau.
Durch die verlängerte Sattelstütze verändert sich auch die Oberrohrlänge (Abstand zum Lenkkopfrohr wird größer).
Achtung: Die Tabelle sind nur Richtwerte, die je nach Fahrrad-Hersteller +/- 8 % abweichen können.
| Rahmenhöhe | ||||
| S | M | L | XL | |
| MTB | 16,5 " | 18,5 " | 20,5 " | 23,0" |
| Rennrad | 44 cm | 50 cm | 55 cm | 60 cm |
| Fitnessbike | " | " | " | " |
| Grossrad | " | " | " | " |
| Trekkingrad | " | " | " | " |
| Cityrad | " | " | " | " |
3.0 Welchen Vorbau soll ich nehmen ?
Die Wahl des Vorbaues (Länge u. Steigung) hängt im wesentlichen von der Sitzposition ab die man erreichen will. sportlich-gestreckt oder aufrecht.
Sitzposition und Sattelhöhe beim Radfahren.
Über die Bestimmung der richtigen Sattelhöhe kann man nicht streiten, hier gibt es eindeutige Fakten die eingehalten werden sollten. Wenn man auf dem Fahrrad sitzt und das Pedal nach unten steht, sollte das Bein fast gestreckt sein. Grundsätzlich sollte der Sattel lieber etwas höher, als zu tief eingestellt werden. Wenn die Sattelhöhe zu niedrig eingestellt wird, kann es auf Dauer Knieprobleme geben.
Hier die genaue Anleitung für die richtige Sattelhöhe und Sitzposition:
1.0 Feinabstimmung der Sitzposition und Trittposition.
1.1 Sattelhöhe einstellen.
Zur Höheneinstellung des Sattels auf das Fahrrad setzen, die Ferse auf die untere senkrecht
gestellte Tretkurbel stellen.
Der Sattel hat dann die richtige Höhe, wenn die Ferse mit durchgestecktem Bein gerade noch
plan auf das Pedal aufsteht.
Eine Grobeinstellung der Sattelhöhe kann über die folgende Formel ermittelt werden:
Sattelhöhe (cm) ist die Länge von Mitte Tretlager bis Oberkante-Sattel = Schrittlänge x 0,885
Beispiel: Schrittlänge = 87 cm , Sattelhöhe = 87 x 0,885= 77 cm.

1.2 Einstellung des Sattels.
Die Sattelneigung sollte waagerecht eingestellt werden.
Erweist sich diese Position auf Dauer als nicht angenehm, stimmt wahrscheinlich
eine andere Einstellung nicht, oder der Sattel passt nicht zu Ihrem Gesäß.
1.3 Positionierung des Sattels auf der Sattelstütze.
Bei der horizontale Einstellung des Sattels sollten die zulässigen und auf dem Gestell
markierten Grenzwerte (Skala) einhalten werden.
Achtung: Beim Vor- und zurückschieben des Sattels auf der Sattelstütze dürfen die
angegebenen „STOPP“-Werte nicht überschritten werden, sonst könnte es zum
Sattelbruch kommen.
1.4 Einstellung der Trittposition.
Setzen Sie sich so auf das Rad, dass Sie sich mit dem Lenker an der Wand abstützen können.
Nehmen Sie die richtige Sitzposition auf dem Sattel ein .
Klicken Sie die Schuhe in das Pedal ein.
Bringen Sie die Kurbel in die 3-Uhr-Stellung.
In dieser Position sollte das Lot von der Mitte des Tibiakopfs (siehe Pfeil) ca. 1 cm hinter
der Pedalachse fallen.
Der Toleranzbereich liegt ca. bei a. +/- 1,0 cm .
Eine größere Abweichung bedeutet Effizienzverlust und Verletzungsgefahr.
Die richtige Einstellung erreicht man durch verschieben des Sattels im
Klemmkopf (siehe Bild).
Falsche Sattel-Positionen können Verletzungen an Muskeln, Knochen und
Bändern verursachen. Achten Sie auch darauf, dass Hüftgelenke, Knie und
Füße beim treten sich in einer Ebene parallel zur Rahmenebene bewegen.
Sitzhaltung und Stellung der Arme-Handgelenk beim Radfahren.
Wenn die Radtour zur Qual wird, geht die Freude am Radfahren schnell verloren.
Oft haben Radfahrer ein Problem mit:
Einschlafende Hände, Taubheitsgefühl, Sitzprobleme, brennende Füße und Rückenschmerzen.
Wenn diese Probleme auch auftreten, sollten Sie folgendes mal überprüfen:
a) Stimmt die Sitzposition?
b) Haben Sie die richtige Sitzhaltung?
b) Fahren Sie mit dem richtigen Sattel der zu Ihrem Gesäß passt?
c) Haben Sie die richtigen Schuhe bzw. Pedal?
1.0 Einstellung der Brems- und Schalthebel.
Bremshebel soweit in Richtung Lenkermitte schieben, dass der Ringfinger und der Mittelfinger
den Hebel außen greift. So erzielt man die maximale Bremskraft. 
Die Neigung der Bremshebel ist dann richtig eingestellt, wenn deren Enden, auf einer Linie mit
dem Unterarm liegen (siehe Bild 1 und Bild 2). Die Schalthebel schiebt man nach innen, bis
man gerade noch ohne UMZUGREIFEN, beide Hebel bedienen kann. Drehen Sie die Schalthebel
soweit hoch, wie es die Bremshebel möglich machen.
2.0 Stellung des Handgelenks.
2.1 Problem-Hände und Lenker.
Wenn die Handgelenke am Lenker abknicken, können Nerven eingeklemmt oder gedrückt werden. Die Folge sind Taubheits- oder Kribbelgefühle.
Wenn Sie dieses Probleme haben, achten Sie darauf, ob Ihre Handgelenke beim Fahren
geknickt werden. Die Armhaltung sollte so sein, dass die Arme leicht angewinkelt sind und
das der Unterarm und die Hand eine Linie haben wie auf den Bildern (1 und 2) .
Nur wenn die Arme leicht an gewickelt sind, können Sie Stöße durch "Einfedern"
im Ellbogengelenk abschwächen. 
Um Knickbildung im Handgelenk zu vermeiden, sollte die Lenkerbreite ungefähr der
Schulterbreite (bei Trekking-Cityräder) entsprechen.
Wenn Sie den Lenker nicht wie auf dem Bildern halten, gibt es einige Möglichkeiten
diese Fehlhaltung zu ändern. Lenker im Vorbau etwas drehen, oder einen Lenker nehmen
mit einer stärkeren Biegung 12° bis 16° oder einen Lenker mit einer Erhöhung von
30 bis 40 mm (ähnlich Bild 7) montieren.
Es gibt auch die Möglichkeit einen Vorbau zu nehmen, der im Winkel verstellbar ist
(nicht bei Gelände-Einsatz).
Für die Nachrüstung eines anderen Lenkers gibt es folgende Möglichkeiten:
1) Multifunktions-Lenker 2) Hornbar-Lenker 3) MTB-Lenker (hoch gezogen)
Die Lenker Bild 5 und Bild 6 erlauben drei verschiedene Griffpositionen.
Den Lenker Bild 7. gibt es mir einer Erhöhung bis 40 mm und einer Biegung zwischen 
6 ° bis 16 °. Ideal ist immer, wenn man während der Fahrt verschiedene
Griffpositionen einnehmen kann, denn das entlastet die Gelenke.
Zusätzlich montierte Barends können auch Abhilfe schaffen.
Die Lenker Bild 5 und Bild 6 sind für den Gelände-Einsatz nicht geeignet.
Falls einer neuer Lenker montiert werden muss, kürzen Sie diesen vorerst nicht, sondern
nehmen die Einstellung für Brems/Schaltungshebel und Handgriffe vor und machen eine
Probefahrt. Stimmt alles, können Sie den Lenker kürzen .
Bringen diese Maßnahmen nichts und Sie haben weiterhin Probleme mit:
• eingeschlafene Hände • schmerzende Arme • verkrampfte Schultern
• verspannter Nacken. Dann sollten Sie es mit anderen Handgriffen probieren.
Hier gibt es verschiedene Hersteller.
3.0 Handgriffe.
Dabei bitten sich einige Möglichkeiten an: 
Bild 1 ist ein Griff von der Firma RTI Sports mit dem Namen "Ergon".
Hier wird der Handballen von der Erhöhung am Griff gehalten (siehe Pfeil) deshalb kein
abknicken es Handgelenks möglich. Den Handgriff gibt es verschiedenen Ausführungen.
Die Griffe sollen folgende Vorteile haben:
• Speziell auf die weibliche oder männliche Hand abgestimmt.
Sie unterscheiden sich in Form und Größe .
• Nachhaltige Schmerzprävention durch optimale Druckverteilung, ergonomisch korrekte
Handhaltung und gute Dämpfung.
• Handgerechte 3-dimensionale Form. Angepasst an rechte und linke Hand.
• Verdreh sichere Montage per Alu-Klemme mit nur einer Schraube.
Bild 2 ist ein Griff von der Firma "Biogrip".
Der Griff soll folgende Vorteile haben:
• Zentrierte Kraftverläufe beugen einer Unterversorgung des Handgelenks vor.
• Keine Quetschungen von Blut- und Nervenbahnen. Vorbeugung der Arthrose.
• Der 3 Phasen-Kunststoffaufbau absorbiert Vibrationen.
• Keine Mikrotraumen durch Erschütterungen.
• Maximale Durchlüftung der Handinnenflächen.
4.0 Grundlagen der Sitzhaltung.
Welche Sitzhaltung passt eigentlich zu welchem Rad ?
Räder für aufrechte oder leicht geneigte Sitzhaltung haben einen längeren Radstand und der
Winkel von Sitz- und Steuerkopfrohr sind flacher.
Hierbei sind die Lenkung und Geradeauslauf ruhiger.
Bei Fahrräder für geneigte bis sportlich geneigte Sitzhaltung ist die Rahmengeometrie anders.
Der Winkel von Sattel- und Steuerkopfrohr ist steiler. Dadurch sitzen Sie mehr über dem Tretlager und treten
senkrechter in die Pedale. Das Lenkverhalten ist hier direkter.
Drei verschiedene Sitzpositionen für welche Fahrradtypen:
1) Aufrecht bis leicht geneigt 15° beim Komfort-Rädern wie Trekkingrad, Cityrad.
2) Geneigt bis 30° bei dem Trekkingrad, Fitnessbike, Großrad, Komfort-MTB, Komfort-Rennrad .
3) Bis 50° Rennhaltung beim Rennrad, Sportliches-Großbike, Sportliches-MTB und Sportliches-Fitnessbike .
Achtung: Auf den drei Bildern sind jeweils zu der Sitzhaltung die passenden Satteltypen abgebildet.
4.1 Aufrecht bis leicht geneigt 0 bis 15 °.
Erforderlich sind dafür breitere Bereifung, ein Rahmen mit weichem Fahrverhalten, ein gut
gefederter Sattel oder eine gefederte Sattelstütze. Empfehlenswert ist auch eine Federgabel.
Vorteil :
* Gute Übersicht beim FAHREN.
* Bequeme und nicht ermüdende Haltung,.
* Keine Anspannung der Rücken- und Halsmuskulatur sowie der Schultermuskulatur.
Nachteil:
* Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h in der Ebene wird der Luftwiderstand größer als bei
der Rennhaltung.
* Bei steilen und harten Rahmen oder schlechter Federung belastet die aufrechte Sitzposition
den Rücken (Bandscheiben) mehr.
* Außerdem wird das Gesäß mehr belastet.
4.2 Geneigte-Sitzhaltung 20 bis 30 ° .
Hier eignet sich eine schmale Bereifung, ein steilere Rahmen, ein festerer Sattel evtl. mit
gefederter Sattelstütze. Gut ist auch eine gefederte Gabel.
Vorteil:
* Hier sind auch eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit und ein sportlicher Fahrstiel möglich.
* Das Körpergewicht wird nun auch von den Armen und der Schultern getragen.
* Je tiefer geneigt Sie sitzen, desto stärker wird das Gesäß entlastet.
Nachteil:
Weil das Körpergewicht mehr auf den Armen ruht, können Hände und Nackenmuskulatur
schmerzen.
4.3 Sportliche-Sitzhaltung 40 bis 50°.
Hier eignet sich schmalere Bereifung, ein steilerer Rahmen und ein schmaler Sattel.
Vorteil:
* Hier ist noch eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit und ein sportliches
Fahrverhalten möglich.
* Das Körpergewicht wird noch mehr von den Armen, Schultern getragen.
* Je tiefer geneigt Sie sitzen, desto mehr wird das Gesäß entlastet.
Nachteil:
* Da das Körpergewicht mehr auf den Armen ruht, können Hände und Nackenmuskulatur
schmerzen.
* Bei einer gebeugten Sitzhaltung mit rundem Rücken werden die Bandscheiben
mehr belastet.
Achtung: Eine 45° Sitzhaltung ist nur für trainierte Radfahrer geeignet, die
keine Rückenprobleme haben.

